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Russland II bei km 22880

Text von unten beginnend

meine aktuelle Position mit Gästebuch ist auf poi66.com

05.07.2009
Bin im Altai Gebirge, 200 Km vor Mongolei. Endlich Kurven. Ich fahre schon fast 7000 Km durch Russland und viele gerade Strecken. An einer Kreuzung abbiegen, war bisher das größte der Gefühle. Die russischen Motorradfahrer tun mir Leid. Sie verpassen das schönste am Motorradfahren. Die Gegend hier im Altai ist traumhaft schön. Schade, dass ich nicht länger hier bleiben kann, aber das Visum für die Mongolei läuft in absehbarer Zeit aus.
Habe zum Testen ein paar Film Clips gedreht.
Bin heute Denis R Barber aus Australien begegnet. Link auf Seite Reisende. Weiter noch zwei Amerikaner mit dem MTB; habe vergessen nach Name und Seite zu fragen. Sorry, ich bessere mich.
Essen ist fertig. Heute gibt es köstliche Kartoffeln aus dem Feuer und Wurst am Spieß mit gegrillten Tomaten.

 

04.07.2009

Bin seit gestern in Novosibirsk. Übernachten mit Mark und Hans aus Groeningen bei Kostiya und Lilu. Wollte hier beim BMW Händler Service für Ratz machen lassen. Bin schon 2000 Km drüber. Der Händler macht leider nur Service für PKWs. Also auf zum Moto Shop. Ölfilter und Luftfilter ist nicht verfügbar. Bleibt nur das einseitige Ausblasen des Luftfilters und Oelwechsel ohne Filter. Zündkerze wurde nachgemessen, ist noch i.O. In Krasknajarsk soll ein BMW Händler sein, der auch Motorrad Service durchführt. Habe eine Mail dorthin gesendet, damit zumindest die Teile bestellt werden, selbst wenn es mit dem Service nicht klappt. Ich werde den Service später, wieder in Sibirien zurück, nachholen.

 

 

 

 

30.06.2009

Auf einer Raststation treffen Hans aus Groeningen und ich auf Marc.
Mark habe ich 4 Tage vor meiner Abfahrt beim Touratech Shop in München kennengelernt Reisende Seite. Weiterfahrt zu dritt bis Novosibirsk. Unglaublich, wieviele Moskitos es in Sibirien gibt. Die Landschaft in Sibirien ist beeindruckend, aber sie ist insgesamt nach vielen absolvierten Kilometern wenig Abwechslung.

28.06.2009

Auf dem Weg von Samara nach Omsk treffe ich Hans aus Groeningen (Niederlande). Hans fährt im Schnitt 80-90Km/h. Ich passe mich 'schweren Herzens' seinem Tempo an. Wir fahren die nächsten Tage gemeinsam.
Ich lerne von Hans, dass man beim langsameren Fahren viel mehr von der Natur wahrnimmt. Wir bleiben auch viel öfters zum Fotografieren stehen, als ich dies alleine getan hätte.
Auf meinem Garmin ist die WorldMap. Die WorldMap weicht bis zu 80 km von der Route ab, nur die Richtung stimmt meistens.
Mehr Infos zu Garmin und Russland auf meiner Ausrüstungs Seite.

 

 

 

27.06.2009

Juchhu: Die Karten und die Pin Nummer sind per DHL (der sichersten und schnellsten Postverbindung in Russland) eingetroffen. Ein neues Netbook gekauft. Das Kasachstan Visa ist vor drei Tagen abgelaufen, seufz. Somit bleibt nur der Weg über Sibirien in die Mongolei.

18.06.2009

Ich bekomme die Dolmetscherin Olga zur Verfügung gestellt. Diese ist beim örtlichen Zementwerk angestellt. Protokoll mit unzähligen Seiten, Stempeln und meinen Unterschriften. Ich glaube die Russen lieben Stempel und Protokolle.
Netbook weg, Kreditkarten von Bank in Deutschland ungültig gemacht und das Geld geht zur Neige.
Ich brauche zum Empfang der neuen Karten eine Postadresse. Deshalb ziehe ich in eine preiswertere und wesentlich bessere Pension um.
Phil der Chef vom Zementwerk garantiert der Pensions-Wirtin, dass die Kosten beglichen werden.





Ich erhalte von Christian eine Einweisung in die Arbeitsweise eines russischen Zementwerkes.
Weiter gibt mir Christian ein paar Tausend Rubel zur Überbrückung meine finanziellen Notlage (er kennt mich nur kurz und hat keinerlei Sicherheiten von mir). Ich langweile mich bis zum Eintreffen der Kreditkarten aus Deutschland da die Stadt Volsk wenig aufregend ist.

Abwechslung und Highlings meiner Zeit hier sind die Grillabende mit Christian und seinen KollegInnen.

 

 

 

 

17.06.2009

In Saratov erhalte ich mit Hilfe von Igor meine Geldbörse zurück. In der Börse waren 4000 Rubel, 100 Euro, Kreditkarten und der Führerschein. EC Karte und Führerschein sind da. Master Card bleibt verschollen.
Ich fahre weiter in Richtung Samara. Nach ca. 80 Km komme ich in ein Gewitter und beschliesse die Nacht in einer Pension in Volsk zu verbringen. Nach Bezug des Zimmers, der schlechtesten Pension im Ort,t hört es auf zu regnen . Ich gehe an den Kiosk, um mir noch ein Bier zu kaufen. Um mit den Russen zu kommunizieren, benutze ich meist mein Netbook. Da es wieder zu regnen beginnt, schliesse ich das Netbook und lege es auf einer Säule hinter mir ab. Dann folgt das klassische Ablenkunsmanöver: Vier andere Russen beginnen ein Gespräch mit Händen und Füssen. Einer davon deutet mir, ich solle näher kommen, er wolle mir etwas zeigen. Ich lasse das Netbook los, um einen Schritt vorzugehen. Als ich mich wieder umdrehe ist das Netbook weg. Die vier Russen verabschieden sich dann im Minutentakt. Die allgegenwärtige Polizei hilft mir sogleich bei der erfolglosen Suche. Mein Aufenthalt bei der Polizei dauert dann bis 3 Uhr morgens.

 

16.06.2009

Biker77Auf der Strecke von Moskau nach Saratov werde ich von einem Biker angesprochen. Er verhilft mir zu einer Übernachtung beim Präsidenten der Motorradclubs 77 .

 

 

 

 

 

 

 

15.06.2009

Ich kann endlich mit Maria und ihrem Freund zum Flughafen gehen. Die nachfolgende Prozedur ist unglaublich, Bürokratismus vom Feinsten. Alleine die Anmeldung dauert bereits über eine Stunde. Danach von Beamten zum Chef, immer wieder zu unterschiedlichen Stellen und wieder zurück zum Chef. Schliesslich erfahren wir, dass die Sendung von Maria, auf mich umadressiert werden muss. Das kann nur am anderen Flughafen erfolgen. Also wieder warten, warten, warten. Ich erfahre auch, dass ich 30% Zoll plus Gebühren zu bezahlen habe. Gegen 19:00 Uhr erklärt mir Maria sie müsse zur Arbeit und wir können erst wieder in drei Tagen kommen, weil sie erst dann wieder Zeit haben wird. Ich entschliesse mich die Prozedur alleine durchzustehen.
Nach einer Stunde untätigen Wartens geschieht das Unglaubliche. Die russischen Zöllner wissen nichts mit mir anzufangen; sie sprechen sehr schlecht Englisch und ich kein Russisch. Ich werde von der zuerst so garstigen Zöllnerin an der Hand genommen und von Station zu Station geführt. Innerhalb einer Stunde habe ich alle Stationen durchlaufen und meine Ersatzteile. Ich bezahle insgesamt 3400 Rubel an Zoll und Gebühren. Das entspricht ca. 80 Euro, etwa 10% des Warenwerts. Ich mache mich noch am selben Abend auf den Rückweg nach Saratov.

14.06.2009

Am Flughafen spricht mich ein Pilot an. Ich werde zum Grillen und anschliessender Uebernachtung ins Hotel eingeladen. Ich verbringe zwei Tage als Gast der Fluggesellschaft in deren Hotel. Leider sind auch diese Fotos verlorengegangen.

11.06.2009

Die weitere Fahrt nach Moskau ist langweilig. Die Polizei stoppt mich zweimal, lässt mich weiterfahren, sobald der deutsche Reisepass gesichtet wird. In Moskau frage ich ein Paar mit Motorrad nach dem Weg. Sie zeigen mir ein Hotel und anschließend gibt's noch eine Stadtbesichtigung per Motorrad.
Maria erreiche ich am nächsten Tag per Telefon. Sie kann zwei Tage später mit mir zum Flughafen kommen.
(Alle Fotos von Moskau sind durch das in Volsk gestohlene Netbook verloren gegangen. Siehe Bericht weiter oben.)

 

10.06.2009


Aufbruch nach Moskau. In Saratov geht noch meine Geldbörse abhanden. Als ich Essen gehen will, bemerke ich den Verlust. Ich habe nur noch Euro, keine Rubel mehr und die Kreditkarten und der Führerschein sind auch weg. Die Euro sollten noch für ein paar Tage reichen. Ich suche mir ein Internet Cafe, da ein Telefonat nach Deutschland mit deutscher Sim Karte 5 Euro pro Minute kostet.
In Deutschland ist Feiertag und erreiche endlich den Notdienst zum Sperren der Karten.
Nach 600 Km übernachte ich auf der "Schaschlik Strasse". Auf 4 Km ist ein Schaschlik Stand neben dem anderen. In der einzigen Gastiniza (Hotel auf Russisch) vor Ort lerne ich die LKW Fahrer Sergei und Alex kennen und bekomme meine erste Einweisung in die russische Banja (Sauna).

 

 

 

09.06.2009

Hier folgt die Beschreibung des Vorgangs mit Zoll von Igor, ohne Textänderung, von meiner Seite.

Am 6. Juni sind die Dokumente auf die Ladung bekommen. Aber es nur den Anfang des Weges. Am 7. Juni fordern die Zollbeamten den Titel aller russischen Details (6 Punkte). Am 8. Juni fordern nicht einfach die Titel der Elemente und die Übersetzung auf das Russische des Begleitpapiers (was jeden 6 Punkte bedeuten) mit Hilfe der telefonischen Verhandlungen entscheiden wir diese Frage. Später fordern die Beschreibung dieser Elemente: woraus sind gemacht, wieviel wiegt jeder von ihnen, welcher Wert jedes von ihrer, bis zum Foto da. Sie die Sendung öffnen können nicht. Mit Hilfe der telefonischen Verhandlungen entscheiden wir auch es. Aber in der folgenden Etappe zeigt es sich dass wenn die Elemente für das Motorrad vorbestimmt sind, so kann Mascha, die Sendung bekommen nicht, weil das Motorrad nicht ihr gehört und keine Vollmacht (des Dokumentes) auf das Motorrad bei ihr gibt es. Wir fordern die motivierte Absage schriftlich aber zeigt sich es es ist im Gesetzbuch vorgeschrieben.

Dazu mein Kommentar:
Zuerst dachte ich an eine Schikane von russischer Seite. Von Russlands Sichtwinkel kann sich ein anderer Sachverhalt ergeben. Der russische Staat ist bemüht seine Firmen und Händler zu unterstützen. Deshalb verhindert er Eigen-Importe durch gesetzliche und frei erfundene Forderungen.
Dass dadurch auch Reisende und Geschäftsleute aus dem Ausland, die mit dem eigenen Fahrzeug reisen, betroffen sind, nimmt der Staat dabei gelassen hin. Kein Reisender und kein Geschäftsmann kann es sich leisten 30 Tage auf benötigte Bauteile zu warten. Schade, so verzichten viele, dieses Land mit seiner einzigartigen Natur, seinen wunderbaren Menschen mit der großen russischen Seele zu ergründen.
Igor teilt mir an diesen Abend noch mit, dass 30% Zoll anfallen sollen.
Jetzt werde ich langsam sauer. Da nun feststeht, dass die Bauteile nicht Mascha, sondern mir gehören, (das stellte der Zoll fest) sollte gar kein Zoll mehr anfallen. Die Bauteile werden wieder nach Deutschland ausgeführt und sind somit ein durchlaufender Posten.
Einen kleinen Panik-Anfall erlitt ich bei Igors handschriftlichen Notizen zum Telefonat mit dem Zoll.
Dort stand in Kyrillisch - Latein gemischt "Bremsträger"??????. Der Träger für den Kupplungshebel ist defekt.
Mal sehen, was geliefert wurde. Ich habe keinen telefonischen Teileabgleich mit dem ADAC über Lieferung der BMW Teile gemacht. Ich würde mich am liebsten in den A..... beißen.
Ich stelle diese Seiten morgen, am 10. Juni, ins Netz und fahre anschließend mit lädiertem Ratz nach Moskau.

Schade: Kasachstan kann ich schon fast vergessen. Visum läuft am 21. Juni aus.

 

07.06.2009

Neuer Versuch: Die Zöllner erklären Mascha: "das sind Teile für ein Motorrad". Mascha fährt kein Motorrad. Die Teile werden ihr nicht ausgehändigt. Die Zöllner fordern weiter die Bezeichnung der Bauteile in russischer Sprache.

 

06.06.2009

Mascha ist nach Übersendung von Frachtbrief am Flughafen. Unwissend über den Zollablauf läuft Mascha verschiedene Stationen ab. Schließlich kauft sie ein Dokument für 850 Rubel. Diese Dokument muss noch von mehreren Stellen abgezeichnet werden. An der letzten Stelle erklärt ihr ein freundlicher Herr, ein Eintrag ist falsch. Also alles von vorne. Die Zeit läuft davon. In der Folge stellt sich heraus, dass das Dokument wird nicht benötigt wird. Geld wird zurückerstattet.

 

04.06.09

Endlich! Die Teile sind zum Versand per Flugzeug bereit. Ich stimme mich über die Versandmodalitäten mit dem ADAC ab.

Um die Bauteile nach Saratov (Moskau 750km entfernt) zu bekommen, stehen folgende Optionen offen.

  • Selbst nach Moskau fliegen (der ADAC übernimmt die Kosten). Was ist, wenn der Zoll Schwierigkeiten macht... Dann kann ich in Moskau wenig erledigen und das Motorrad steht in Saratov. Mein Russisch ist miserabel!!
  • Die Teile über einen Mittelsmann versenden. Das hat den Nachteil, dass meine Person nicht im Frachtbrief erscheinen darf. Weiterer Transport der Teile nach Saratov per Bahn. Ich habe aber keinen Anspruch mehr auf die Bauteile, da ich im Frachtbrief nicht erwähnt werde. Werden die Teile nicht abgeholt, verkauft der russische Staat die Teile zu seinen Gunsten.
  • Selbst nach Moskau fahren. Kupplungsgriff defekt.........ist zwar provisorisch repariert, wackelt aber und ist instabil. Das Licht, Tacho und Instrumententräger haben auch eine Not-Reparatur erhalten. Ist das auch gut genug für 750 km auf Russlands Straßen.

Schweren Herzens entscheide ich mich für die 2. Variante. Igors Freund Roman ruft kurz bei seiner Schwester an. Die Mittelsmann ist gefunden - kein 'Mann', sondern eine Frau namens Mascha.

 

 

Fotos und Berichte